Durch den Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken

Am 12.November 2022 trafen wir uns am Bahnhof Wunstorf und fuhren bis Hannover-Leinhausen.

Die ca. 11 km lange Stadtwanderung führte zunächst entlang der Stöckener Straße zum 55 ha großen Friedhof Stöcken, der seit 1891 als Begräbnisstätte dient.  Die Anlage hat Ähnlichkeit mit dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg; er ist wie eine Parklandschaft mit einem 2,5 ha großen See gestaltet worden. Viele berühmte Persönlichkeiten  wie der 1. Ministerpräsident Niedersachsens Hinrich Wilhelm Kopf, sind dort in Ehrengräbern beigesetzt. Auffallend sind auch mehrere alte Familien-Mausoleen, Gedenkstätten für die Kriegsgefallenen des 1. Und 2. Weltkriegs, Opfer des Mörders Hamann, Opfer des Kapp-Lüttwitz-Putsches von 1920, die Gedenkstätte für sog. Sternenkinder.  Seit 1989 werden Muslime nach Mekka blickend auf einem muslimisches Gräberfeld beigesetzt. Neben sehenswerten Grabsteinen ist auf diesem alten Friedhof sogar ein Einhorn zu sehen.

Übrigens: Die Stadtbahn nach Stöcken fuhr erstmals im Jahr 1928. Die Leichenzüge – vor dem 1. Weltkrieg ca. 3.000 pro Jahr – kamen mit Pferdekutschen entlang der Stöckener Straße bis zu den beiden Kapellen (eine davon für infektiöse Tote). In den letzten gab es jährlich weniger als 500 Beerdigungen, davon zahlreiche Urnenbeisetzungen.

Nach einer Pause auf dem Spielplatz ging es durch das Gemeindeholz zu einem Bewegungspark und weiter durch das alte Stöcken, das erst 1914 nach Hannover eingemeindet wurde.

Mit Blick auf das 1955 in Stöcken errichtete VW-Werk und die seit 1871 hier ansässige Continental-AG gingen wir bis Marienwerder mit dem Wissenschafts- und Technologie Park. Nach Sanierungsarbeiten der Altlasten dem Gebiet einer Industriebrache (der Fa. Varta) wurde der Roßbruchgraben renaturiert. Dort entstand 2012 ein grüner Campus, der exzellente Bedingungen für die Ansiedlung innovativer Unternehmen bietet.

Nach der Wanderung durch den Klosterforst war das nächste Highlight der Hinübersche Garten in Marienwerder. Der 1766 von dem Vogt des Klosters Marienwerder, Jobst Anton von Hinüber als früher Landschaftsgarten errichtete Park erinnert an die Wörlitzer Anlagen oder Goethes Park in Weimar. Neben einem Teich mit Blumeninsel und dem Hexenturm, einer künstlichen Ruine, offener Rasenfläche und altem Baumbestand mit Eichen und Rotbuchen findet man dort auch Spuren der Freimaurer. Der Garten liegt direkt an der Leine.

Die abwechslungsreiche Wanderung durch den Stadtbezirk Herrenhausen – Stöcken endete mit einer Einkehr, bei der es im Freien Kaffee, Kuchen und auch herzhafte Gerichte gab.

Die nächste Wanderung wird am 17. Dezember 2022 stattfinden. Anmeldung für diese Tour ist bis zum 15. Dezember erforderlich.

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